| TANKARD:
CD-Review:
http://metal.de (15-12-2008)
TANKARD
- Thirst
Thrash Metal
Label/Kontakt: AFM Records
10 Songs (44:38) |
|
TANKARD,
um den hübschen Kult-Frontmann Andreas “Gerre”
Geremia, gehören nicht nur zu den dienstältesten
und beständigsten Thrash-Metal-Formationen Deutschlands,
nebenbei sind sie auch noch die sympathischste Truppe
des Genres. Zwar konnten die Jungs nie so ganz an den
kommerziellen Erfolg ihrer Chart-Scheibe "The Meaning
Of Life“ anknüpfen, dennoch bestreiten die
Mannen alle Jahre wieder den Prozess der Albumaufnahme
aufs neue und werden, wie ein guter Wein, mit jedem Jahr
besser.
Nicht wenige haben mit Krachern der Marke "Beast
Of Bourbon“ oder "B-Day“ den Einstieg
zu der unkomplizierten aber doch irgendwie genialen Mucke
von TANKARD gefunden. Und auch das neue Album "Thirst“
wird niemanden vor den Kopf stoßen, der mit der
Discographie der trinkfesten Institution aufgewachsen
oder einfach nur neu dazugekommen ist. TANKARD sind, vergleichbar
mit AC/DC im Hard Rock, ein Garant für hochwertige
Thrash-Alben, was Nummern der Marke "Octane Warriors“,
"Echoes Of Fear“, "Thirst“, "MyEvilFart“
(hargh hargh!) oder "Sexy Feet Under“ auf dem
Album bestätigen. Und TANKARD machen, auch wenn sie
dafür bekannt sind, nicht nur Spaß in ihren
Texten. So z.B. bei "When Daddy Comes To Play“,
bei dem man den Bierhumpen besser wegstellen sollte.
Die Kompositionen wirken zudem ausgeglichen und vor allem
nicht gezwungen und hektisch eingespielt. Nein, es geht
nicht langsam zu Werke, im Gegenteil, aber man merkt bei
jeder Note, dass man keinen großen Druck hatte und
unbedingt eine Platte einspielen musste. Die Spielfreude,
die man zudem auch live immer wieder feststellen kann,
bleibt der Band erhalten, während andere, vergleichbare
Acts, sich schon ewig in der künstlerischen Rezession
(ich weiß, Unwort des Jahres) befinden. Aber so
ist das nun mal.
Das 14. Album der Frankfurter hat zusätzlich mal
wieder einen mehr als fetten Sound, den man gerade bei
den Scheiben Anfang der 90er immer wieder vermissen musste.
Andy Classen tut dem Sound der Jungs einfach gut und weiß,
wie man die Musik in Szene zu setzen hat. Die Gitarren
sind fett aufgenommen, die Drums sind seit je her locker
flockig und Gerre ist am Mikro eh über jeden Zweifel
erhaben.
An TANKARD können sich so manche Artgenossen eine
Scheibe von abschneiden. Zwar werden die Jungs wahrscheinlich
nie wieder eine ausgiebige Tour durchziehen können,
aber die Konzerte am Wochenende sind doch eigentlich auch
für Fans viel besser. Und wenn man dann noch mit
jedem weiteren Album eine Granate wie "Thirst“
unter die Fresslade geschoben bekommt, dann kann man nur
froh sein, dass TANKARD nie aufgegeben haben. Vielen Dank
Jungs, das werden thrashige Weihnachten!
Punkte: 8/10
(Ingo / 15.12.2008) |
| |
| |
|
|