TANKARD: 8. Metal Forces Festival am 22.01.05 in Lörrach bei www.metal-impact.ch

Dawn Of Disease / Davidian / Tremors / Jesus Chrysler Superskunk / Tankard
(22.01.2005, SAK Wasserwerk, Lörrach)

Am 22.01.2005 fand das 8. Metal Forces Festival in Lörrach statt. Nach 7 Metal Forces Festivals folgten mit Tremors und Jesus Chrysler Superskunk 2 Bands, die schon auf vorigen Metal Forces Festivals gespielt hatten.

Das Metal Forces Festival wurde im Wasserwerk durchgeführt, da die Kirche den alten SAK Burghof abreissen und in ein gemeinnütziges Haus umbauen will.
Jedenfalls sollte dies die Freude auf das Festival nicht abbauen, denn mit Tankard als Headliner wurde eine der bekanntesten Thrash Metal Bands aus Deutschland verpflichtet.

Den Anfang als Anheizer absolvierten die Osnabrücker Death Metaller Dawn Of Disease. Als Opener hat man es zu Beginn immer ein wenig schwer, weil das Publikum noch nicht wach und aktiv ist wie beim Headliner.
Sänger Thomas Wisniewski schwang seinen Kopf im Propellerstil à la Cannibal Corpse Sänger George Fischer und die Musik selbst, erinnerte an Cannibal Corpse. Die Musik varrierte zwischen hart und schleppend. Zwischendurch klagte der Sänger über die Lautstärke, da die Riffs und der Gesang viel zu leise war.

Jedoch machten Dawn Of Disease das Beste daraus und absolvierten einen guten Warmup Auftritt.

Dawn Of Disease Playlist:
Through Bloodstained Eyes
Cut Per Cut
Sadistic Ejaculation
Rape The Unborn
Lust auf Morden
Realies (Realize The Lies)
Fried Genitals
Reincarnation


Danach folgten Davidian aus Lorch. Die Band hängte ihr Logo mit Totenköpfen auf und spielten "Aggressive Thrash Metal", der mich vorallem an den Old School Thrash Metal von Metallica erinnerte. Das ist kein Zufall, denn Sänger Chris Prendergast klang wie ein junger James Hetfield und die Riffs von den Gitarristen Micha Weidler und Alex Schniepp ergänzten den Old School Thrash Sound.
Der Song "Rest in Peace" widmete Sänger Chris Prendergast dem kürzlich verstorbenen ex-Pantera Gitarristen Dimebag Darrell. Und beim letzten Song "Feelings Of Anger" enstand ein Moshpit vor der Bühne. Als Zugabe spielte die Band den Song "Davidian" von Machine Head.
Davidian lieferten einen sehr guten Auftritt ab und hatten auch das Glück, dass die Techniker das Lautstärke Problem in den Griff bekamen.

Davidian Playlist:
religious exploitation
revenge be mine
entertainment
let us rise
davidian massacre
feelings of anger
Zugabe:
davidian


Nach einer weiteren Umbaupause folgte eine Band auf die ich schon sehr gespannt war: Tremors
Einigen Fans wird die Band bekannt sein, da sie auf dem "The Reaper Comes Vol. 3" Sampler vertreten waren und schon einige Konzerte gegeben hatten. Ihr musikalischer Stil reicht von Melodic Death Metal bis zu schwarzmetallischen Klängen.

Mit einem orchestralen düsteren Intro legten Tremors mit ihrem düsteren Melodic Death Metal los und Sänger Christian Scherer kreischte und brüllte sich im Black Metal Stil durch die komplexen, harten Songs während im Background Keyboarder Markus Gräble sphärische Untermalungen und Melodien spielte. Die Gitarristen Florian Kugler und Sascha Isenmann schüttelten ihre Köpfe und Drummer Ralf Gnirss trommelte wild auf seinem Drumkit herum.

Mit "Mental Massacre" wurde ein neuer und noch nie performter Song gespielt und mit "Fire Of Awakening" folgte als Zugabe ein Brutal Death Metal Song.
Tremors überraschten die Zuschauer mit ihrer Musik und erhielten einen grossen Applaus aus dem Publikum.

Tremors Playlist:
Intro
Slow Down
Outburn
Killing Aggression
From Below
Mental Massacre
Hypocrites
Down in the Grave
Eternal Question
Suicide
Zugabe:
Fire Of Awakening


Mit Jesus Chrysler Superskunk war eine Band auf dem Metal Forces vertreten, bei denen die Musiker bei Thrash Metal Legenden wie Destruction oder Necronomicon und weckten deswegen mein Interesse, da sie eine Mischung aus Stoner Rock und Thrash Metal spielen.
Als die Band die Bühne betrat, wurde der Einstiegsong "Loudest No" mit einer Pyro-Einlage eröffnet und Sänger Thomas Rosenmerkel brüllte im Thrash Metal Stil ins Mikrophon, Gitarrist Michael Gerstlauer spielte Thrash Metal und rockte ab und von Stoner Einflüssen war während der ganzen Show nichts herauszuhören.
Bei "Spit a Prayer" folgte eine Pyrofontäne, die aus den angebrachten schwarzen Hülsen an der Stange des Drumkits angebracht waren. Bei einem Unterbruch brachte Sänger Thomas Rosenmerkel eine coole Ansage rüber: "Laute Musik, Böse Musik, Wilde Musik" herüber und zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Metalheads.
Bei der Zugabe "Fear Freedom" wurde pyrotechnisch eine Flamme erzeugt. Während den Songs entstand vor der Bühne ein riesiger Moshpit bei dem die Fans sich gegenseitig schubsten und gegen die Bühne drückten, ebenfalls fand Stagediving statt.
Im Grossen und Ganzen boten Jesus Chrysler Superskunk einen explosiven Auftritt.

Jesus Chrysler Superskunk Playlist:
Intro "Mountain King"
Loudest No
MT Head
Dschihad
No one knows my name
Endtime music
spit a prayer
fighting day
l&l united
revolution
Zugabe:
fear freedom


Nach diesen tollen Acts mussten die Headliner Tankard zu einer schlechten Zeit, nämlich um 1 Uhr morgens auf die Bühne und Sänger Andreas Geremia entschuldigte sich für die Verzögerung. Das Publikum war wach, dennoch musste Andreas Geremia mit verschiedenen Ansagen für ein Erwachen sorgen, da das Publikum leicht ermüdet war und fluchte über das beschissene Bier, welchem er die Schuld für das Dilemma gab. Zwischen den Songs zeigte der Sänger seinen dicken Bierbauch und vor der Bühne war ein riesiger Moshpit.

Das Publikum war in Partystimmung und dies ging auch auf den Sänger Andreas Geremia über, der mit lustigen Tanzeinlagen für Lacher und Freude sorgte. Gitarrist Andy Gutjahr headbangte und Drummer Olaf Zissel rockte hinter den Drums und vor der Bühne folgten Moshpits und auf einmal wurde ein bewusstloser Metalhead von der Security herausgetragen.
Es folgten auch Ansagen wie "Die Bühne ist rutschig, der Bassist steht in der Ecke und schämt sich, hast du in die Hose gepisst oder was?" und löste bei den Fans Jubel und Freude aus. Als eine Frau die ganze Zeit auf seine Schuhe schaute, folgt eine spontane Anmache, in der sich Sänger Geremia als Fussfetischist ausgab und meinte, er könne mit der weiblichen Metalfrau die Adressen tauschen und sich gegenseitig Bilder schicken.
Nachdem Tankard gehen wollten, forderte das Publikum eine Zugabe. Es folgten 2 Zugaben, nämlich "Alien" und "(Empty) Tankard". Danach war Schluss und das Publikum applaudierte sehr lange.

Tankard Playlist:
Need Money For Beer
The Morning After
Zombie Attack
Slipping From Reality
Queen Of Hearts
Space Beer
New Liver Please
Maniac Forces
Die With A Beer In Your Hand
Nation Over Nation
Dancing On Our Grave
Alcohol
Don't Panic
Rectifier
Beyond The Pubyard
Freibier
Chemical Invasion
Poison
Zugabe:
Alien
(Empty) Tankard

 

Um 2:10 Uhr morgens war dann das 8. Metal Forces Festival zu Ende und die Fans marschierten alle nach Hause.
Report by Dark Lord