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Tankard
Unverwüstliche Thrasher
von: Jürgen Tschamler
vom: 14.01.2004
Tankard, die Äppelwoi-Thrasher aus Frankfurt, stehen
mit einem neuen Album am Start das den exzellenten Eindruck
vom Vorgänger "B-day" gnadenlos untermauert.
Die Jahre der Frustration und des Stillstandes sind Vergangenheit.
Tankard fahren wieder das volle Brett! Wir haben bei Plappermaul
und Frontgaul Gerre nachgehakt.
Mit
"B-day" habt ihr euch 2002 enorm steigern können.
Die Verkaufzahlen zogen wieder an, live habt ihr gut Gas gegeben.
Hat das angespornt um nun mit "Beast of bourbon" noch
einmal einen draufzusetzen?
"Natürlich spornt das an, wenn man wieder richtig
im Gespräch ist, und sich insbesondere an der Livefront
einiges tut. Es zahlt sich halt aus einen langen Atem zu haben,
keinen Trends hinterher zu hüpfen und sein Ding durchzuziehen.
Da bin ich schon ein wenig stolz drauf ... ansonsten sind wir
mit dem Songmaterial, der Produktion und dem Cover von Sebastian
Krüger wieder sehr zufrieden. Wenn ich jetzt noch ein paar
Kilo abnehme, mache ich auch wieder Purzelbäume auf der
Bühne, versprochen!"
Ihr
habt auf dem neuen Album einige hochinteressante Titel stehen.
Klär` uns mal über "Under friendly fire"
auf!
"Wie
gewohnt versuchen wir immer einen guten Mix aus lustigen und
ernsteren Themen hinzubekommen, was die Texte betrifft. Bei
'Under friendly fire' handelt es sich um eine Absurdität
eines absurden Krieges, der letztes Jahr im Irak stattgefunden
hat. Mit Amphetaminen zugedröhnte Piloten bringen aus versehen
alliierte Soldaten um. Allein schon der Name 'Under friendly
fire' ist in diesem Zusammenhang ein Hohn für die Opfer.
Der Text ist auf jeden Fall sehr kritisch zu verstehen."
Mit
"Die with a beer in your hand" habt ihr wohl die Trinkerhymne
schlechthin kreiert !?!?
"Joop,
anfangs war ich von dem Songtitel nicht so begeistert, mittlerweile
liebe ich ihn aber und insbesondere die Musik, oder besser gesagt
den Krach, der dazu komponiert wurde. In dem Text geht es sehr
ironisch zu, wir nehmen da auch ein bisschen die ganzen Metalklischees,
wie 'Die by the sword', usw. auf den Arm. Bei uns stirbt der
wahre Metaller halt nicht mit einem Schwert, sondern mit einem
Bier in der Hand. Darauf hat die Welt gewartet, oder? Live wird
das auf jeden Fall ein cooler Mitgröhlsong, da bin ich
mir ziemlich sicher."
Wann
hat es bei dir zum letzten Mal eine "Fistful of love"
(weiterer Song der Platte) gegeben?
"Wie
einige von euch vielleicht wissen, arbeite ich ja hauptberuflich
als Tester für diverse Foren, Magazine und Stadtführer
aus dem erotischen Bereich. Ich kann euch sagen, da erlebt man
einige Sachen, die für euer Heft nicht gerade druckreif
sind. Eigentlich bin ich ja auch aus dem Alter raus, wo man
ständig Sex haben muss. Was ganz schlimm ist bei dem Job:
man lernt bei der ganzen Bumserei soviel fremde Leute kennen
- furchtbar !!! Außerdem hat die Vögelei noch nie
das gehalten, was die Onanie versprochen hat ... aber von irgendwas
muss ich ja leben ... trotzdem, 'Fistful of love' ist ein sehr
romantischer und einfühlsamer Song."
Als letzten Song des Albums gibt es eine Coverversion von
einer UK-Band die man nicht unbedingt kennen muss, oder?
"Nein,
den Song 'We`re coming back' von Cocksparrer muss man nicht
unbedingt kennen, er ist aber sehr Party- und Fußballkompatibel.
Der läuft nämlich bei uns immer als beliebte Fußballhymne
im CD-Wechsler diverser Reisebusse. Ich bin jetzt nämlich
auch noch nebenbei als Mitorganisator der Firma 'Analsex Tours'
eingestiegen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert,
Fußballfans zu Auswärtsspielen zu kutschieren. Da
läuft der Song rauf und runter und ich wollte unbedingt
mal eine Metalversion davon machen."
(Jürgen
Tschamler - 01/04)
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