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CD-Kritik
v. von Madrebel / Planetheavymetal.de
Tankard
/ B-Day
Endlich
ist es soweit. Die wohl coolste deutsche Thrash Metal Combo hat ein
neues Album aufgenommen, und schickt sich an, ihre Botschaften wieder
in die metallene Gemeinde zu knüppeln.
Passend zum 20 jährigen Bestehen der Frankfurter Chaotenthrasher,
hat man dem Album den Namen B-Day verpasst, was, wie es sich der Leser
schon denken kann, einfach Birthday heißt.
Das Coverartwork als erstes hat schon mal den Preis, für das geilste
Plattencover des Jahres verdient. Zu sehen ist der Bomber, bekannt vom
"Kings of Beer" Cover, mit dem berühmten "Alien"
auf seinen Schultern. Gezeichnet wurde das Cover von Sebastian Krüger,
der schon das legendäre "The Meaning of Life" Cover zeichnete,
und auch hier ist ihm ein wahres Kunstwerk gelungen.
So, nun
der langen Rede, kurzer Sinn, kommen wir auch endlich zur Musik zu sprechen.
Das Album beginnt direkt mit "Notorious Scum" einem Thrasher
der allerersten Güteklasse, der gut nach vorne abgeht, gefolgt
von "Rectifier" der schon bei einigen Livegigs in letzter
Zeit gespielt wurde, und einen klasse Mitgrölpart hat. Das Ding
knallt echt rein.
"Need Money for Beer" folgt, und daraufhin, die inoffiziele
Geburtstagshymne, "Ugly, Fat & Sill alive", der mit alten
Songtiteln garniert wurde, so ziemlich jeder Knaller und Plattentitel
der Truppe wurde hier verwurschtelt, und kommt einfach klasse.
"Underground" wirkt danach wie eine Verschnaufpause, bevor
mit dem punkigen "Voodoo Box", wieder Gas gegeben wird, und
mit dem coolen "Sunscars" und mit dem alleine vom Text obergeilen
"Zero Dude" es weitergeht.
"New
Liver Please", kommt hier sehr gediegen und heavy, alleine der
Text, Kult, doch dieser Kulttext wird vom nachfolgenden "Rundown
Quarter" mehr als nur getoppt.
Der Song kommt aus den Anfangstagen der Band, und wurde nocheinmal neu
aufgenommen. Alleine das grottenschlechte Englisch ist der Brüller.
Rausschmeißer der Scheibe ist dann "Alcoholic Nightmares"
der noch mal allen zeigt, wo der Thrashhammer hängt.
Und freut euch auch auf den geheimen Bonustrack am Ende, der dürfte
euch gefallen.
Zusätzlich
ist dazu noch zu sagen, daß die Produktion von "Andy Claassen"
mehr als nur heavy geworden ist. Die Scheibe hat einen superheftigen
Sound, der einfach klasse durch die Boxen brettert.
Dabei strotzt die gesamte Scheibe nur so durch Spielfreude, und geilen
Riffs. Gerre´s Gesang ist wieder richtig klasse, und sollte auch
den letzten Thrasher davon überzeugen, diese Scheibe zu kaufen.
Wer jetzt noch überlegt, dem sei gesagt, die ersten 5000 Exemplare
als Doppel-CD erscheinen, und auf der Bonus-Disc die ersten beiden Demos
"Heavy Metal Vanguard" und "Alcoholic metal" enthalten,
wo schon einige Songs drauf enthalten sind, die es dann auch später
auf LP und CD schafften. Auch ist die History im Booklet richtig geil
zu lesen, und dürfte den einen oder anderen Lacher hervorrufen.Wer
jetzt immer noch argwöhnt, dem ist echt nicht mehr zu helfen, und
wird für diese Frevelei mit der "Bravo Hits Collection"
nicht unter 10 Durchläufen bestraft.
So, um es jetzt mit "Peter Lustig" dem Helden meiner Kindheit
zu sagen, abschalten, ab in den Laden und Scheibe kaufen, sonst ist
Schluß mit lustig.
Notorious
Scum
Rectifier
Need Money For Beer
Ugly, Fat And Still Alive
Underground (Atmosphere: Hostile)
Voodoo Box
Sun Scars
Zero Dude
New Liver Please!
Rundown Quarter
Alcoholic Nightmares
Line up:
Andreas Fritz Johannes Geremia / Gesang
Frank Robert Thorwarth / Bassguitar
Andreas Gutjahr / Guitars
Olaf Zissel / Drums
AFM Records
Madrebel
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