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Bang
Your Head 2002 -
Balingen / Messegelände 28.06.2002 / 29.06.2002 Das diesjährige
"Bang your Head" stand in diesem Jahr für mich auf Messer´s
Schneide, massive Probleme, was das Freibekommen betraf, durch eine
zu geringe Personalbesetzung meines Arbeitgebers. Nun denn, in allerletzter
Minute klappte es dennoch, und ich schaffte es locker zum allgemeinen
Abfahrtstreffpunkt bei unserem Präsidenten der Deathparade e.V. Nach kurzer
Begrüßung, dem beladen der Fahrzeuge, und dem Startschuß,
stellten wir dann unterwegs fest, dass zwei Personen unserer Gruppe
ihre Tickets vergessen hatten, und wir noch mal zu ihnen nach Hause
mussten. Nachdem auch dieses geklappt hatte, ging es dann endlich los,
und nach 5 Boxenstopps, viel Fahrspaß, und einer Runde "Die
kleine Hexe" im Kassettenrecorder, kamen wir nun endlich auch an.
Wir trafen dann auch rasch den Kollegen vom "Walls Of Fire"
der uns einen Platz reserviert hatte, der dann leider doch nicht so
passend war, und man sich schnell für einen anderen entschied,
der auch passender Nun die
Zelte aufgebaut, den Grill angeworfen, die ersten Biere geöffnet,
setzte man sich ersteinmal in aller Ruhe zusammen, und ließ das
Festival auf sich zukommen. Nach dieser
Nacht, einem kleinen Frühstück, ging es dann auch schon allmählich
zum Gelände, doch vorher noch was einkaufen, und die Kollegen wieder
besuchen. Nun kamen
als nächste "Bonfire" auf die Bühne, die für
"Symphony X" eingesprungen waren, dessen Frontmann aufgrund
gesundheitlicher Probleme nicht auftreten konnte. Nun, der Auftritt
wurde von den ersten Reihen zwar gut aufgenommen, jedoch krankte dieser
Auftritt nicht nur an dem schrecklichen Gepose, der Herren Lessmann
und Ziller, sondern auch durch strunzdumme Faßbenderische Ansagen,
die wohl zwanghaft Applaus hervorrufen sollten, was ihnen leider auch
gelang. Endgültig der Ofen aus bei mir war aber, als sie "Sweet
Home Alabama" von "Lynyrd Skynyrd" coverten. Diese Fassung
war einfach nur grauenvoll, der Nach diesem
Auftritt musste ich dann ersteinmal etwas essen und trinken, und ging
meiner Wege. Durch den
abgesagten Auftritt verschoben sich die Auftrittszeiten der Bands weiter
nach vorne, und "Gamma Ray" begannen etwas früher, so
dass ich nur die letzten 2 Minuten von "Rebellion in Dreamland"
mitbekam. Und als erstes fiel mir der saugeile Sound bei den Hamburgern
um den sympathischen Frontmann "Kai Hansen" auf. Auch die
Stimmung im Publikum war fantastisch, und die Jungs wurden nach allen
Regeln der Kunst abgefeiert. "Somewhere out in Space" oder
auch "No World order" wurden frenetisch bejubelt, und bei
"Ride the Sky" gab es kein Halten mehr, einfach klasse, wie
es dort abging. Nun jedoch
kam es zu dem Act, der wohl so ziemlich allen unbekannt war, und doch
von vielen erwartet wurde, und man hatte ja im Vorfeld schon für
Reklame gesorgt, da ein Mann in Schweinemaske, jedem Besucher einen
Button in die Hand drückte. Es handelte
sich um "Fozzy", eine Coverband, um den Wrestlingsuperstar
"Chris Jericho", und sie begannen wirklich furios. Reichlich
Pyros am Anfang, alle kamen auf die Bühne gerannt, ganz vorne der
Mann in der Schweinemaske, der eine Deutschlandflagge vor sich hin und
herschwang. Alleine das Bühnenoutfit des einen Gitarristen war
der Oberkult, Kettenhemd, Kettenhaube, die ihm beim bangen leider davonflog,
und ein Überkleid mit dem Symbol der Kreuzritter. Die Stimmung
von Anfang an war absolut klasse, die Band wurde abgefeiert, und die
Jungs rockten die Stage, man merkte ihnen die Spielfreude in jeder Faser
ihres Körpers an. Chris Jericho hat zwar nicht die allerbeste Sangesstimme,
muss ich mal dazusagen, aber das machte gar nix. Songs wie "Eat
the Rich" von "Krokus", "Stay Hungry" von "Twisted
Sister" wurden richtiggehend abgefeiert, bei "Balls to the
Wall" gab es gar kein halten mehr. Und auch die Ansagen, dass unsere
glorreiche Elf den WM-Titel holen wird, wurden frenetisch bejubelt,
wie wir mittlerweile wissen, hat es nicht geklappt. Als einzig
eigener Song wurde "Crucify Yourself" gespielt, aber auch
hier wurde gefeiert ohne Ende. Richtig klasse war dann jedoch "Freewheel
Burning", was richtig souverän gespielt wurde, und sich hinter
dem Original nicht verstecken brauchte. Nach diesem umjubelten Gig, wo auch lauthals eine Zugabe gefordert wurde, leider ohne Erfolg, begab ich mich mal eben in die Metalbörse, wo ich einige Bekannte traf, und mit einem mir bekannten Holländer um den WM-Titel wettete, Einsatz, ein Glas Pils, tja, leider habe ich verloren, und die Einlösung selbiger wird rasch folgen. Nun kamen
als vorletzte Band des Tages "Nightwish" an die Reihe, und
hier war vor der Bühne dann endgültig der Bär los. Die
Band um Frontwalküre "Tarja" wurde bejubelt, und die
Atmosphäre war einfach klasse. Die Ansagen waren freundlich, und
die Songauswahl auch recht gut, u.a. "Sacrament of Wilderness",
"Dead to the World" und "Over the Hills and far away"
. Nach einer knappen Stunde war dann auch schon Ende, und "Wishmaster"
wurde als letztes gespielt. Nun kam
es aber zu einer langen Umbaupause, und ich nutzte die Zeit, um mit
einigen Kollegen der "Deathparade" ein paar Pils zu trinken.
Kurz nach neun begann dann der Gig von "Saxon" mit "Killing
Ground" und "747 Strangers in the Night", und man merkte,
dass Biff
eine verdammt gute Laune hatte, der Gig war besser als auf dem Wacken
im Jahr zuvor, und auch hier war Stimmung pur angesagt. Biff glänzte
durch coole und trockene Ansagen, wie "Deutschland Fuunff - Brasil
Drei", womit er seinen Tipp für Sonntag abgegeben hatte, aber
wie gesagt, es wurde ja leider nichts daraus. Viel zu
früh wurde leider "Dallas 1 P.M." gespielt und auch "The
Eagle has landed" wurde viel zu früh gespielt, im Dunkeln
wäre stählerne Adler, der von der Bühnendecke herunterschwebte
und dabei blinkte, definitiv besser gekommen, aber trotzdem war es ein
toller Anblick Das gesamte Bühnenbild war aber klasse, man hatte
eine Burgbrücke gebaut, und mit einem großen Hintergrundbild
die Illusion einer Burgkulisse gebaut. "Killing Ground" , 747 Strangers in the Night, Dogs of War, The Course of the Crimson King, Dallas 1. P.M., Motorcycle Man, The Eagle has landed, Forever Free, Power & the Glory, Heavy Metal Thunder, Strong Arm of the Law, Princess of the Night, Crusader, Solid Ball of Rock, Wheels of Steel, Denim & Leather. Ein toller
Auftritt, der von allen bejubelt wurde, ja, die alten Herren können
es immer noch, jedoch sollten die Briten sich in Zukunft doch ein wenig
rarer machen, sie treten ja mittlerweile viel zu oft auf, trotzalledem,
klasse Gig. Nach 105
Minuten war dann aber auch schon leider der Auftritt zuende, und man
begab sich danach noch zum feiern auf den Zeltplatz. Nach einer gut
durchfeierten Nacht, ein wenig Schlaf und einem netten Frühstück,
ging es dann wieder zum Festivalgelände. Leider
hörte ich "Mägo de Oz" nur, aber was ich hörte,
klang klasse, und wie ich im nachhinein hörte, war auch der Gig
an sich sehr gut, schade, dass ich es nur hören konnte. Pünktlich
um 11:00 h betraten dann "Tankard" die Bühne, und alleine
ihr Bühnenoutfit war der Oberkult, sie traten komplett im Schlafanzug
auf und rockten so was von dermaßen ab, dass es nur so eine Freude
war. Danach
machte ich erst mal lange Pause, doch zu "Candlemass" kehrte
ich zurück. Und dieser mehr als langerwartete Reunion-Gig hatte
es wirklich in sich. "Messiah Marcolin" war einfach nur sympathisch,
die Band legte eine super Spielfreude an den Tag, Messiah war super
gut drauf, und auch seine Ansagen waren sehr freundlich. Leider sind
mir von der Setlist nur noch "Under the Ark" und " Crystal
ball" in Erinnerung, die schwedischen Kultdoomer wurden nach allen
Regeln der Kunst abgefeiert, und man sollte wohl wieder mit ihnen rechnen. Nach einer
weiteren langen Pause, kam ich dann zurück, um mir "Nevermore"
anzusehen, die schon mit den ersten Riffs, die Menge auf ihrer Seite
hatten. Es wurde gebangt wie die Hölle, und Warrel Dane war einfach
nur gut drauf. "Heart Collector", "Dead Heart in a Dead
World", dazu noch viel altes und neues Material wurde gespielt. Nach einer
kurzen Umbaupause kam dnn die deutsche Metalqueen schlechthin auf die
Bühne. Nach einer viel zu langen Umbaupause, war es dann endlich soweit, der Metalgod persönlich erschien auf der Bühne, und begann ohne ein Wort zu sagen, direkt mit "Crucible" vom gleichnamigen neuen Album. Nun, und diese Wortlosigkeit zur Menge sollte sich fortsetzten. Auch merkte man nach kurzer Zeit, daß die Band, allen voran Herr Halford scheinbar kein Bock auf den Gig hatten. Gut, es wurde "Painkiller" gespielt, aber irgendwie war das alles nichts, selbst Überraschungen wie "Exciter" und "Freewheel Burning",die man lange nichtgehört hatte, verpufften im Nichts. Der "Metalgod" suchte keinerlei Kontakt zum Publikum, dann las er noch die Hälfte vom Teleprompter ab, und wirkte vollkommen desinteressiert. Der Gig wurde einfach nur lieblos heruntergerotzt, und hinterließ einen Haufen enttäuschter Fans, die mit Unmutsbekundungen über den Gig nicht sparten. Der Auftritt
war ein Schlag in´s Gesicht für jeden Fan von "Halford"
und "Judas Priest", und war im Grunde genommen nur noch armselig.
Jetzt jedoch
machte man sich bereit auf den Headliner des Abends, und die Gesänge
sollten von Anfang an mitteilen, wer hier heute noch herrschen sollte. Und die
4 Totschläger knüppelten Klassiker ohne Ende in die Menge,
aber genauso die neuen Stücke kamen besser denn je, was am Drumming
von Kultschlagzeuger Dave Lombardo lag. Auch wenn einige bis jetzt nicht
glauben, daß er es war, er war es wirklich. Ein Hammergig,
der von "Angel of Death" beendet wurde, und das wurde danach
mit einer solchen Aggressivität durch die Boxen gejagt, daß
noch der Balinger Marktplatz gezittert haben dürfte, einsame Oberpitzenklasse,
was da abgeliefert wurde. Mit einem
schönen Feuerwerk, wurde dann das Festival beendet, und es wurde
danach noch bis tief in die Nacht gefeiert, und von vielen Seiten hörte
man, daß man im folgenden Jahr wiederkommen würde. Ein super
Festival, und ein klasse Wochenende, selbst das Wetter war fast immer
klasse, und ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Die, die ich vergessen habe, sind hiermit angesprochen. Madrebel |